Der Aufstieg der rumänischen Tourismusbranche begann in den sechziger Jahren. Damals war der Pauschaltourismus gerade groß im Kommen und in erster Linie betraf das Plus an Reisenden die Schwarzmeerküstenregion. In den siebziger Jahren entdeckten die wichtigsten europäischen Märkte Rumänien, un die Branche erlebte einen regelrechten Boom. In den achtziger Jahren wurde Rumänien dieser Trend aufgrund der damaligen politischen Situation wieder rückläufig. Zudem konnte das Land die Anforderungen des internationalen Marktes nicht mehr erfüllen und kämpfte zunehmend mit Imageproblemen.
Dies hat sich inzwischen wieder geändert und Rumänien ist ein Reiseland geworden, das Besucher aus ganz Europa anlockt. Die Infrastruktur wurde ausgebaut und an die Anforderungen westlicher Urlauber angepasst. Die neuen Rahmenbedingungen bewirken, dass Rumänien wieder zu einem Tourismusland geworden ist, das auf dem europäischen Markt durchaus konkurrieren kann. Zwar existiert im Vergleich zum Angebot in Ländern wie Frankreich, England oder Deutschland weiterhin ein merkliches Gefälle, was das Land durch eine Vielseitigkeit und seinen Charme glänzend zu kompensieren versteht.
Es wird davon ausgegangen, dass die Branche sehr stark ausbaufähig ist und dass auch das touristische Angebot vor Ort erweitert werden müsse. Wichtig für das Land ist, sich auf seine historischen und landschaftlichen Stärken zu konzentrieren. Die teilweise noch unberührten Landschaften, die geschichtlichen Sehenswürdigkeiten sowie das einzigartige Kulturerbe sind es, die den grössten Teil der Besucher anlocken. Als besonders wichtig wird nun angesehen, sich auf bestimmte Zielgruppen zu konzentrieren und für diese ein breites Angebot parat zu haben. Auch spezielle Nischenangebote werden entwickelt.