Die wichtigsten Produkte, die aus Rumänien ausgeführt werden, sind Textilien und Schuhzeug, Maschinen, Mineralien sowie Produkte aus Metall. Für 2008 ergab sich eine Exportsumme von insgesamt rund 49.410 Mrd. US Dollar, eine enorme Steigerung zu den Vorjahren. So waren es im Jahr 2004 beispielsweise noch nur 23.540 Mrd. US Dollar. Wobei diese Zahlen nur ein Drittel der Summe bedeuten, die für Deutschland üblich ist. Hauptsächlich wurden die Produkte nach Deutschland ausgeführt, gefolgt von Italien und Frankreich. 2006 war noch Italien das Hauptabnehmerland. Was den Import Rumäniens angeht, ist das hauptsächliche Lieferland ist Deutschland, gefolgt von Italien, Ungarn, Russland, Frankreich, der Türkei und Österreich. In Zahlen betrug der Import im 2008 etwa 76.170 Mrd. US Dollar. Gegenüber dem Jahr 2004 bedeutet das eine Vervielfachung von mehr als dem Zweieinhalbfachen.
Aus weltweiter Sicht ist das Gesamthandelsvolumen Rumäniens m oberen Bereich angesiedelt. Jedoch liegt schon seit Jahren eine negative Handelsbilanz vor. 2006 betrugen die Exporte 45,6 Mrd. Euro, die Importe hingegen 53,09 Mrd. Euro, ein Defizit von 9,07 Mrd. Euro. Da ist es kein Wunder, dass die Regierung auf Sparmaßnahmen besteht. Denn auch wenn die Wirtschaft im Wachstum begriffen ist und in jedem Jahr ein positiver Trend vorliegt – immerhin ist die Wirtschaft seit 2004 um durchschnittlich fünf bis sechs Prozent pro Jahr gewachsen – ist die Handelsbilanz immer noch negativ. Durch die Einsparungsmaßnahmen und Kürzungen im öffentlichen Bereich ist es möglich, die Bilanz zu verbessern. Unternehmen, die in Rumänien investieren, schreckt die Handelsbilanz aber nicht ab. Die niedrigen Lohnkosten spielen dabei eine nicht unerhebliche Rolle.
Export Import Bilanz