2007 trat Rumänien der Europäischen Union bei. Dies ist nur mit stabiler Wirtschaft oder zumindest der Aussicht auf ein positives Wachstum möglich. So ist es nicht verwunderlich, dass Rumänien als Wirtschaftsstandort für viele Unternehmen immer interessanter wird. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass die Wirtschaft dieses Landes als eine der liberalsten Marktwirtschaften gilt.
Ende 2008 machten sich die Folgen der Wirtschaftskrise auch in Rumänien bemerkbar. Hilfe kam von Seiten der Europäischen Union in Form eines langjährigen Kredits zu besonderen Konditionen. Dafür wurden verschiedene wirtschaftspolitische Maßnahmen eingeführt, wie die Steigerung der Umsatzsteuer auf 24 Prozent. Außerdem wurden die Einkommen derjenigen Angestellten, die vom Staat bezahlt werden, um ein Viertel gekürzt. Seit den Krisen in Griechenland und Irland wird in Rumänien ein harter Sparkurs verfolgt, damit im Jahr 2012 der Euro wie geplant eingeführt werden kann. Die Arbeitslosenquote ist in Rumänien im Sinken begriffen, sie ist im europäischen Vergleich sogar als niedrig einzustufen. Dafür sind allerdings auch die Löhne vergleichsweise niedrig.
Für viele europäische Unternehmen ist Rumänien als Investitionsziel und Wirtschaftsstandort attraktiv und so kommt es, dass immer mehr Firmen ihre Produktion hierher verlagern. Am meisten im Wachstum begriffen ist die Kfz-Branche. Dazu kommen die Tourismus- sowie die Bauwirtschaftsbereiche. Die Zuwachsraten in der Wirtschaft, hauptsächlich in der Landwirtschaft und Industrie, doch Rumänien wird noch ein weit grösseres Potential zugeschrieben. Wenn man bedenkt, dass in einem wirtschaftlich gut situierten Land die meisten Einnahmen aus dem tertiären Sektor stammen, so sind die Gewinne aus den ersten beiden Sektoren zwar gut, aber im Hinblick auf die weitere Entwicklung bei weitem noch nicht ausgeschöpft.
Die Rumänische Wirtschaft