Rumänien fällt so manch einem sicherlich nicht als erstes Land ein, wenn es um die wichtigsten Modeländer der Welt geht. Zugegeben, zu den wichtigsten Ländern gehört Rumänien sicher noch nicht, aber die Designer des Landes kämpfen um die Stellung auf den vorderen Plätzen. Wenn es um Mode geht, hegen viele Mitteleuropäer immer noch ein gewisses Misstrauen gegenüber den Ländern Osteuropas, und damit auch gegenüber Rumänien. Doch so befremdlich ist die Sache gar nicht. Die Berlin Fashion Week ist inzwischen auch schon Gastgeber für die Mode aus Rumänien geworden.
Die Modebranche in Rumänien ist ebenso von Glamour wie von Schlichtheit, ebenso von Tradition wie von praktischem Nutzen geprägt, wie jede andere Modebranche in den übrigen Ländern der Welt auch. Viele Designer trennen die Modeszene in eine anspruchsvolle und eine massentaugliche. Nicht erst seit heute wird Bukarest wird auch als Klein-Paris bezeichnet, ein Hinweis auf seinen traditionellen Status als Modestadt. In Rumänien gibt es inzwischen drei Modeschulen.
Die Verdienstmöglichkeiten für Modeschaffende und Designer sind in Rumänien zur Zeit noch deutlich geringer, als in Westeuropa, was begründet, warum so viele kreative Köpfe das Land zumindest für einige Zeit verlassen und in die USA oder nach Frankreich gehen. Doch viele Label orientieren sich inzwischen neu und so steigen auch die Gehälter. Dies stimmt die jungen Designer optimistisch. Dennoch lässt die interne Organisation in der rumänischen Modebranche noch zu wünschen übrig. Beispielsweise gibt es für Designer keinerlei soziale Absicherung. Wenn ihre Kollektion floppen, können sie alles verlieren.
Die rumänische Modebranche